Farbenlehre

Als Farbenlehre bezeichnet man ästhetische oder naturwissenschaftliche Theorien über die Funktion und Wirkung von Farben auf den Menschen, die Natur und die Tierwelt. Sie ist die Lehre der Erscheinungsweise, die streng zu trennen ist von der Lehre der Farbmittel (Pigmente, Farbstoffe). In der literarischen Welt gibt es keine einheitliche, homogene Farbenlehren, sondern die verschiedensten Farbtheorien.
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Die verwendeten Farben werden auf jedem Monitor anders dargestellt und sind somit aus technischen Gründen nicht farbverbindlich.


Hell-Dunkel Kontrast

Er bezieht sich auf die Anwendung der unterschiedlichen Helligkeiten und Tonwerte der Farben. Alle Farben können mit Weiß aufgehellt oder mit Schwarz gedunkelt werden. Der Hell-Dunkel-Kontrast kommt sowohl bei den unbunten Farben Schwarz, Weiß und Grau, als auch bei den Buntfarben vor. Gleiche Helligkeiten machen Farben verwandt, während ein starker Hell-Dunkel-Kontrast Plastizität entstehen lässt, da helle Farben nach vorne streben und dunkle in den Hintergrund zurücktreten.


Kalt-Warm Kontrast

Der Kalt-Warm-Kontrast bezeichnet die unterschiedliche Empfindung von Menschen beim Anblick von Farben: Orange-rot gilt als die wärmste, Blaugrün als die kälteste Farbe. Versuche haben gezeigt, dass blaue Räume als "kalt" empfunden werden, bei gleicher Zimmertemperatur orange-rote aber als angenehm "warm". Die Farben der linken Hälfte des Farbkreises, also von Blauviolett bis Gelbgrün, gelten allgemein als kalt, die rechte Hälfte, also Gelb bis Rotviolett, als warm. In der Landschaftsmalerei unterstützt der Kalt-Warm-Kontrast den räumlichen Eindruck, da sich weiter entfernte Farben Richtung Blau verschieben, also kälter werden.


Farbe-an-sich-Kontrast

Der Farbe-an-sich-Kontrast ist der einfachste aller Farbkontraste. Er entsteht quasi automatisch, sobald Farben verwendet werden, und bezeichnet den Kontrast zweier Farben zueinander. Dabei wirkt ein starker Farbe-an-sich-Kontrast (also zwei kräftige Farben direkt nebeneinander) meist bunt, laut, kraftvoll und entschieden. Durch Schwächung der Leuchtkraft und Abmischen mit anderen Farben wird der Farbe-an-sich-Kontrast schwächer. Am stärksten ist der Farbe-an-sich-Kontrast, wenn die reinbunten Farben Gelb, Rot, Blau im Dreiklang verwendet werden.


Qualitätskontrast

Der Qualitäts-Kontrast entsteht zwischen gesättigten, leuchtenden Farben und stumpfen, gebrochenen Farben, also durch Unterschiede in der Farbqualität. Die Strahl- und Leuchtkraft der Farben kann durch das Beimischen von Weiß, Schwarz, Grau oder das Mischen der Komplementärfarben verändert werden. Der Qualitäts-Kontrast lässt sich durch benachbarte Farben beeinflussen, beispielsweise wirken verhüllte Farbtöne neben einem neutralen Grau immer noch leuchtend und intensiv.


Quantitätskontrast

Der Quantitätskontrast beruht im Unterschied zum Qualitätskontrast auf der Gegenüberstellung verschieden großer Farbflächen. Wenn diese in bestimmten Verhältnissen vorliegen, ist die optische Wirkung der Farben gleich intensiv und wird daher als harmonisch empfunden. Beispielsweise entspricht ein Teil Orange zwei Teilen Blau. Ein Teil Gelb entspricht etwa drei Teilen Violett. Rot und Grün entsprechen sich hingegen in gleichen Flächenanteilen.


Komplementärkontrast

Der Komplementärkontrast beschreibt die Wirkung zweier Farben, die als Buntton die größte Verschiedenheit haben. Die Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber. Dadurch, dass sie so gegensätzlich sind, steigern sie sich gegenseitig. Direkt nebeneinander platziert, erreichen Komplementärfarben höchste Leuchtkraft und höchste Farbwirkung, wodurch jede Farbe voll zur Wirkung kommt.


Simultankontrast

Seine Wirkung beruht auf dem Komplementärgesetz, nach dem jede reine Farbe physiologisch nach der Gegenfarbe verlangt. Ist diese Farbe nicht vorhanden, so erzeugt der menschliche Sehsinn simultan die Komplementärfarbe. Ein intensives Grün lässt ein daneben stehendes neutrales Grau deshalb rötlich erscheinen, während ein sattes Rot das gleiche Grau grünlich wirken lässt. Zu einer gegebenen Farbe bildet sich in der Wahrnehmung gleichzeitig (simultan) die Komplementärfarbe und bewirkt eine scheinbare Veränderung der benachbarten Farbflächen.